Begriffe PDF Print

Die wichtigsten IT-Sicherheits-Begriffe, die immer wieder für Verwirrung sorgen, hier kurz erklärt: (Quelle: IT-Sicherheitshandbuch für die Praxis)

 

A


Absturz

Abbruch des laufenden Programms bzw. des Betriebssystems, der durch Fehler in Hard- oder Software auftritt. Häufige Ursache von Abstürzen ist der meist versehentliche Versuch des Programms, auf einen Speicherbereich zuzugreifen, auf den es keinen Zugriff hat.


Access Control List

Jede Anwendung hat eine Zugriffskontrollliste (ACL, Access Control List), in welcher definiert ist, wem ein berechtigter Zugriff auf welche Anwendungen und Dateien zusteht. Alle Daten, inkl. dem Betriebssystem, können durch ACLs geschützt werden.


ActiveX

Technologie für zahlreiche Computer-Plattformen, die von Microsoft entwickelt wurde. Es dient insbesondere dem Gestalten von Multimedia-Webseiten. Die offene Architektur unterstützt dabei bestehende Entwicklungen und das Entwicklungswerkzeug (Frames, JAVA, Visual Basic, Delphi, etc.).

Mit Hilfe von ActiveX-Controls - den früheren OLE-Controls (Object Linking and Embedding) - lassen sich die unterschiedlichsten Softwarekomponenten direkt in HTML-Seiten einbetten, die sich im WWW, aber auch am Desktop, entwickeln, testen und nutzen lassen. Die Implementierung von ActiveX erfolgt im echten Binärcode und birgt grosse Sicherheitsrisiken (u.a. Internet). Es wird durch eine ActiveX Template Library unterstützt.


Active Directory Services (ADS)

Active Directory Services sind ein skalierbarer, hierarchischer Verzeichnisdienst zur zentralen Verwaltung aller für das Netzwerk relevanten Ressourcen. Dieses leistungsfähige Instrument versteht den Umgang mit Netzen unterschiedlichster Arten und Grössen. Bei Netzwerken, die sich über mehrere Standorte ausdehnen, oftmals auf verschiedene Länder oder gar Kontinente verteilt sind, ist es nicht mehr praktikabel, die Ressourcen dort zu verwalten, wo sie physikalisch vorhanden sind. Die Ressourcen, von denen hier die Rede ist, können beispielsweise Dateien, Verzeichnisse, Drucker und Scanner sein, im weiteren Sinne aber auch Benutzer und Benutzergruppen. Diese wichtige Anforderung an einen Verzeichnisdienst - die zentrale Verwaltung von Ressourcen - erfüllt das Active Directory. Es dient gewissermassen als zentraler Informationsspeicher der Netzwerkumgebung in einer verteilten Form und befreit von der Abhängigkeit der physikalischen Standorte.


ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)

ADSL teilt den Kupferdraht einer herkömmlichen Telefonleitung digital in drei unterschiedlich grosse Bereiche: zwei für den Datentransport und einen zum Telefonieren. ”Asymmetric” deshalb, weil Hin- und Rückkanal jeweils unterschiedlich grosse Datenmengen transportieren können.


Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine eindeutige Beschreibung eines allgemeingültigen Verfahrens zur schrittweisen Ermittlung gesuchter Grössen (vereinfacht: Lösungsweg für ein bestimmtes Problem), unabhängig von der Realisierung in einer bestimmten Programmiersprache. Die Darstellung eines Algorithmus ist mit Hilfe von Kontrollstrukturen möglich. Man unterscheidet folgende Arten von Kontrollstrukturen: Sequenz, Auswahl oder Verzweigung, Schleife oder Wiederholung, Aufruf anderer Algorithmen.


ANSI

American National Standards Institute: Definiert Standards in den USA, ist Mitglied der ISO


Applet

Kleines JAVA-Programm im WWW, das auf jeder Plattform von einem Browser geladen und ausgeführt werden kann (siehe auch JAVA).


Arbeitsspeicher

In den Arbeitsspeicher des PCs (RAM) werden die Programme und das Betriebssystem geladen und von dort von der CPU ausgeführt.


Archiv

Gesicherter Aufbewahrungsort, in dem sich Datenträger und die auf ihnen gespeicherten Daten befinden.


Authentisierung/Authentifizierung

Unter Authentisierung oder Authentifizierung wird der Nachweis der angegebenen Identität zur berechtigten Nutzung, beispielsweise eines Passwortes oder einer Ausweiskarte verstanden. Allenfalls durch Angabe zusätzlicher persönlicher oder biometrischer Merkmale.


Autorisierung

Unter Autorisierung versteht man die Berechtigungszuweisung. Auf der Grundlage von Berechtigungen wird die Erlaubnis erteilt, nach einer erfolgreichen Identifizierung und Authentisierung auf Objekte zuzugreifen.

B


Backup

Datensicherungsmassnahme, bei der elektronische Informationen auf ein externes Speichermedium kopiert werden. Backups werden nach einem regelmässigen Zeitplan durchgeführt. Dabei unterscheidet man zwischen inkrementellen Backups, bei denen nur die Änderungen seit der letzten Sicherung gespeichert werden und vollständigen Backups. Backup-Strategien beinhalten auch die sichere Lagerung der kopierten Daten und Notfallpläne für das Zurückspielen der Daten.


Bandbreite

Die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Frequenz, die durch ein Kabel gesendet werden kann. Mit Hilfe dieses Frequenzbereiches wird die maximale Übertragungskapazität eines Kommunikationssystems, eines Kabels oder eines Netzknotens berechnet, also die Datenmenge pro Zeiteinheit. Sie wird bei digitalen Netzwerken in Mbit/s oder Gbit/s, bei analogen Verbindungen in Hz (Hertz) ausgedrückt.


Batch

Batch bedeutet Stapelverarbeitung und ist hauptsächlich bei Mini- und Grossrechnern stark verbreitet. Beim Batch-Betrieb liegt die Eingabe der Daten und deren Verarbeitung zeitlich auseinander. Das Ergebnis von im Batch-Verfahren arbeitenden Programmen liegt immer erst nach vollständigem Programmdurchlauf vor. Bei PCs wird das Batch-Verfahren eingesetzt, damit beispielsweise beim Booten gewisse Voreinstellungen des Systems automatisch vorgenommen werden.


Baud

Einheit der Signalgeschwindigkeit, Zahl der Signalereignisse, bzw. unterschiedlicher Zustände pro Sekunde. Falls jedes Signalereignis genau ein Bit darstellt, ist baud synonym zu bits per second (bps).


Benchmark

Messung der Leistungsfähigkeit (Performance) zum Beispiel eines Computers oder eines Internet Service Providers (ISP). Der Benchmark-Test ergibt Messwerte, die Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit, insbesondere die Arbeitsgeschwindigkeit, zum Beispiel eines Computers zulassen. Dies Messwerte werden mit Hilfe besonderer Test-Programme ermittelt.


Betriebssystem

Betriebssysteme sind die wichtigsten Programme. Ohne Betriebssysteme läuft kein Computer. Sie verarbeiten vom Benutzer eingegebene Daten, verwalten die gespeicherten Dateien und kontrollieren angeschlossene Geräte wie Drucker und Festplatten. Gleichzeitig dienen sie als Basis für Anwenderprogramme wie Text- und Dateiverarbeitung, die ohne den Unterbau des Betriebssystems nicht laufen können. Mit der Entwicklung von MS-DOS und Windows gelang Microsoft der Durchbruch auf dem Markt. Während DOS sich noch weitgehend auf die Eingabe von Programmbefehlen über die Tastatur beschränkte, kann der Nutzer bei Windows den Computer über eine grafische Oberfläche mit Hilfe der Maus steuern.


BIOS

Basic Input Output System - Ehemaliger Softwarebestandteil, der inzwischen fester Bestandteil der Hardware geworden ist. Das BIOS regelt Einstellungen und Anweisungen des Mainboards. Es befindet sich in einem elektrisch beschreibbarem Chip. Ein BIOS sollte in regelmässigen Abständen durch ein neues ersetzt werden, um neue Hardwarefunktionen freizuschalten, oder Upgrade- Möglichkeiten zu bieten. Diesen Vorgang nennt man BIOS-flash. Auch andere Geräte besitzen ihr eigenes kleines BIOS. Oft als Firmware bezeichnet.


Bit

Bit ist die kleinste Informationseinheit in der digitalen Welt, entspricht einem ja/nein-Entscheid, oder einer 0/1 in einem digitalen Datensatz. Bit = binary digit.


Bluetooth

Seit 1998 entwickeln IBM, INTEL, Ericsson, Nokia und Toshiba als Bluetooth Special Interest Group unter dem Bluetooth (Blauzahn) eine Technologie für die drahtlose Übermittlung von Sprache und Daten per kurzer Radiowellen. Die Bluetooth-Technik nutzt das frei verfügbare Funknetz ISM (Industrial Scientific Medical), das mit 2,45-GHz arbeitet. Die Übertragungsleistung soll bis zu 1 MBit pro Sekunde bei einer Reichweite von 12 Metern betragen. Leistungsverstärkt soll sogar eine Reichweite bis zu 100 Metern möglich sein. Im Höchstfall können 127 Geräte miteinander drahtlos verbunden werden.


bps

Bit pro Sekunde,: Masseinheit für den Datendurchsatz, also die Übertragungsgeschwindigkeit, Übertragungsmenge pro Zeiteinheit.


Browser

(Vom englischen to browse für durchstöbern, schmökern, sich umsehen) Software, mit deren Hilfe man sich in einem komplexen Datenbestand umsehen kann. Der Zugriff erfolgt in der Regel durch Querverbindungen (Links). Die wichtigsten graphischen Browser im Bereich des Internets sind Netscape, Mosaic und Microsoft Internet Explorer.


Bug

Englische Bezeichnung für ”Wanze” oder ”Käfer”. Umgangssprachliche Bezeichnung für einen Programmfehler. Als die Computer noch mit Relais als Schaltelementen funktionierten, störten manchmal Insekten die Datenverarbeitung. Sie krabbelten in die Computergehäuse (das waren damals ja noch ganze Zimmer) und wurden zwischen den Schaltern zerquetscht. Die Programmierer hatten also echte ”Bugs” in ihrer Anlage.

C


CERN

Centre Européen de Recherches Nucleaires (Europäisches Kernforschungszentrum). Mitarbeiter dieses Zentrums (u.a. Tim Berners-Lee) haben 1992 das World Wide Web erfunden.


Client

Einerseits die Arbeitsstation im Netzwerk, welche die Dienste eines Servers, bzw. eines anderen Computers in Anspruch nimmt. Andererseits das Programm, das es dem Benutzer ermöglicht, die Dienste eines Servers (Anwendungen, Daten, etc.) zu nutzen. Im Internet u.a. Mail-Client, Gopher-Client, etc. Ausserdem der Kunde, welcher die Dienste des Servers nutzt.


COBIT

Control Objectives for Information and Related Technology. Standardwerk für die IT-Revision.


Cookies

Cookies (”Kekse”) sind Textdateien, die beim Aufruf von Internet-Seiten generiert werden. In dieser Textdatei werden Informationen über das Nutzungsverhalten der User festgehalten, z. B. das Passwort für den Zugriff, die betrachteten Seiten, die Zugriffshäufigkeit auf den Server, die Seiten, die bevorzugt aufgerufen werden. Ursprünglich war das Setzen von Cookies als Erleichterung für den User gedacht: Im Cookie werden auch die persönlichen Einstellungen eines Users abgespeichert und müssen nicht mehr neu eingegeben werden. Zwischenzeitlich hat die Verwendung von Cookies allerdings einen negativen Beigeschmack erhalten. Die Angst vor dem ”Gläsernern Internet-Nutzer” wächst. Wer nicht möchte, dass auf seine Festplatte Cookies geschrieben werden, kann dies durch Löschen der Datei cookie.txt abstellen. Zusätzlich kann über den Dateimanager bzw. den Windows Explorer die Dateieigenschaft »schreibgeschützt« eingestellt werden. Die Datei kann anschliessend nicht mehr beschrieben werden, die Speicherung von Informationen über den Anwender wird unterbunden. Der Nachteil: Bei Servern, die Cookies verwenden, können keine persönlichen Einstellungen mehr verwendet werden.

Cracker

Ein Cracker verfügt, wie der Hacker, über exzellente Fähigkeiten, die er allerdings in strafrechtlich relevanter Absicht einsetzt, um in Systeme einzudringen, Passwörter zu cracken, Daten zu stehlen, zu verändern, zu löschen oder die Computerinfrastruktur zu missbrauchen. Der Cracker hat immer die Absicht, sich zu bereichern oder bezahlbare Leistungen zu erschleichen.

D


Data Warehouse

Eine Sammlung von Datenobjekten, die zur Verteilung über eine Unternehmung gesammelt und inventarisiert wurden. Das Data Warehouse enthält extrahierte, transformierte, aggregierte und verdichtete Informationen aus heterogenen Datenquellen und ist die Informationsbasis für Abfragen, Auswertungen und Analysen. Zentrale Datenhaltungsbasis für die Bereitstellung multidimensionaler Datensichten für strategische und managementorientierte Bedürfnisse. Das Wissen über die Daten, ihre Beziehungen und die relevanten Dimensionen werden in Form von Metadaten gehalten. Ein Data Mart ist eine Teilmenge eines Data Warehouses.


Data Mining

Der Begriff wurde 1996 geprägt und umfasst Techniken wie statistische Auswertungen, Zeitreihenanalysen, neuronale Netze (siehe KI) und Mustererkennung. Beim Data-Mining geht es also nicht, wie der Begriff suggeriert, um die Gewinnung, sondern vielmehr um die Auswertung von Daten.


Datenbank

Eine weitgehend redundanzfreie, zentral verwaltete Menge gespeicherter Daten, zwischen denen logische und physische Beziehungen bestehen, und auf die Anwendungsprogramme ohne Berücksichtigung der Speicherstruktur zugreifen können.


Datei

Zusammengehörige Menge von Daten, die auf einem Sekundärspeicher abgelegt und mit einem Namen gekennzeichnet ist. Eine Datei ist entweder unstrukturiert oder in Datensätze strukturiert, auf die einzeln zugegriffen werden kann.


Datenbank

In einer Datenbank sind Datenbestände auf Massenspeichern zusammengefasst, auf deren einzelne Elemente man nach unterschiedlichen Kriterien zugreifen kann. Sie ist eine strukturierte Sammlung von Daten, die mit Hilfe eines Datenbankmanagementsystems verwaltet wird.


Denial of Service Angriff (DoS)

DoS Attacke ist der Oberbegriff für Angriffe auf die Verfügbarkeit von Netzwerkdiensten, meist Internet-Dienste, wie z.B. Web-Server. Die häufigsten DoS-Attacken sind: a) Mail-Bombing; Versenden einer grossen Anzahl von Mails an einen Empfänger. Ziele der Attacke sind der Empfänger, durch sehr lange Wartezeiten, bzw. Absturz seines Systems und der Mail-Server, durch erhöhte Last, bzw. Absturz des Mail-Systems. Eine besondere Variante dieser Attacken sind Viren und Würmer, die sich über Mail-Systeme verbreiten (Melissa, I Love You). b) Mail-List Bombing; das Abonnieren zahlreicher Mailinglisten auf eine fremde E-Mail-Adresse. c) Distributed DoS (DDoS); DoS-Attacke, die von vielen Systemen synchronisiert durchgeführt wird. In der Regel werden schlecht geschützte Systeme mit direkter Internet-Verbindung und grosser Bandbreite für solche Attacken genutzt. Kleine Programme, so genannte Agents, werden auf diesen Systemen implementiert und von zentraler Stelle über so genannte Handler koordiniert. c) Ping-Flooding (auch Ping-of-Death);Versenden eines zu langen Ping (ICMP Echo-Request) an eine IP-Adresse, der das System zum Absturz bringt. e) SYS-Flooding; Nutzt Schwächen einiger TCP-Implementierungen aus, bei der zahlreiche Synchronisations-Anfragen an ein System geschickt werden, ohne diese zu bestätigen. Das angegriffenen System öffnet die TCP-Sessions und hält diese offen, so dass das System überlastet wird und ggfs. abstürzt. f) Out-of-Band-Attacken (auch Nuking); Angriff mit speziellen UDP-Paketen mit hoher Priorität, die das System überlasten und ggfs. zum Absturz bringen.


DFÜ

Datenfernübertragung


Digitale Signatur

Eine digitale Signatur ist ein digitales Siegel, das einen eindeutigen und nicht manipulierbaren Zusammenhang zwischen einer natürlichen Person und einem elektronischen Dokument herstellt. Aus dem zu signierenden Dokument wird nach einer bestimmten Rechenvorschrift eine Checksumme (Hashwert) berechnet. Die Checksumme wird mit dem geheimen Schlüssel des Unterzeichners verschlüsselt und mit dem Originaldokument an den Empfänger gesandt. Dieser erzeugt unter Verwendung der gleichen Rechenvorschrift erneut einen Hashwert aus dem Dokument. Ausserdem verschlüsselt er mit dem öffentlichen Schlüssel des Senders den ihm zugesandten Hashwert, den der Sender zu Beginn erzeugt hat. Sind beide Hashwerte gleich, so kann er davon ausgehen, dass das Dokument unverändert bei ihm angekommen ist und der Sender tatsächlich derjenige ist, den er vorgibt zu sein.


DMZ

Demilitarisierte Zone, ein geschützter Bereich der Firewall, welcher zwischen „den Fronten“ liegt. In der DMZ befinden sich üblicherweise Server für den öffentlichen Zugriff (WWW-, Mail-, FTP-Server, etc.). In der DMZ sind Zugriffe vom externen Netz möglich.


Domain

Die Domain ist der letzte Teil im Host-Namen einer Internet-Adresse. Man unterscheidet thematische Domänen (wie z.B. „.gov“ für Government = Regierung) und Länderdomänen (wie „.ch“ für die Schweiz).


DSG

Datenschutzgesetz (schweizerisches Bundesgesetz)

E


Electronic Commerce/E-Commerce

E-Commerce ist die Gesamtheit des elektronischen Austauschs in Verbindung mit kaufmännischen Aktivitäten. Strenggenommen handelt es sich hierbei nicht wirklich um eine brandneue Errungenschaft (Stichwort ”EDI”). Auch geht Electronic Commerce weit über den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen im Internet hinaus. Von der ”Geschäftsabwicklung auf elektronischem Weg” – insbesondere über das Internet - verspricht sich die Wirtschaft u. a. Kostensenkungen, erhöhte Wettbewerbsfähigkeit, effizientere Geschäftsprozesse sowie die Schaffung neuer Absatzmärkte. Verbraucher profitieren von einer grösseren Auswahl, besserem Service, bedürfnisorientierten Produkten und Dienstleistungen und eventuell auch von Preissenkungen.

Kategorien im E-Commerce:

  • Unternehmen zu Unternehmen > B2B (Business-to-Business)
  • Unternehmen zu Verbrauchern > B2C (Business-to-Consumer)
  • Unternehmen zu Verwaltungen > B2A (Business-to-Administration)
  • Verbraucher zu Verwaltungen > C2A (Consumer-to-Administration)


E-Mail

E-Mail (electronic mail, elektronische Post) ist einer der ältesten Internet-Dienste. Mit Internet-E-Mail können auf dem Computer als Texte eingegebene Briefe an jede Person auf der Welt, die Internet-Anschluss hat, verschickt werden. Darüber hinaus sind über sogenannte Gateways auch viele Personen erreichbar, die an ein firmeninternes Mailsystem angeschlossen sind und keinen direkten Internet-Zugriff haben. Um E-Mail versenden zu können, müssen Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers oder der Empfängerin kennen.


E-Mail-Adresse

Internet-Adresse in der Form „user@host.domain“. Für "user" steht meist ein Ausdruck, der den Benutzer kennzeichnet, "host" ist (von rechts nach links) meist aufgeteilt in Bezeichnungen für die Domäne, die Sub-Domäne, die Organisation, die Abteilung, den Computer.


Encryption

Verschlüsselung von Informationen und Transaktionen zum Schutz gegen den unberechtigten Zugriff auf Daten durch Dritte.


Extranet

Über den Firmenstandort hinaus erweitertes Intranet, über das z.B. entfernte Filialen oder Geschäftspartner mit dem Hauptsitz der Firma kommunizieren können.

F


File

Engl. für Datei


Fileserver

Der File- oder Dateiserver stellt in einem Netzwerk den angeschlossenen Clients seine Ressourcen zur Verfügung und regelt den Zugriff auf die entsprechenden Hard- und Softwarekomponenten (z. B. Festplatte, Drucker).


Firewall

Die Hauptaufgabe der Firewall besteht darin, den Zugriff auf das geschützte Netzwerk und vom geschützen Netzwerk auf externe, unsichere Netze zu steuern und abzusichern.


FTP

FTP ist die Abkürzung für „File Transfer Protocol“, engl. für Dateiübertragungsprotokoll. FTP ist ein Internetdienst, der zur Übertragung von Dateien von einem Computer auf einen anderen dient. Im Internet gibt es grosse FTP-Archive mit Daten und Shareware-Software, die frei zugänglich sind (sogenannte Anonymous FTP). Andere FTP-Server verlangen eine Benutzeridentifikation, bevor sie Zugriff auf ihre Daten erlauben.

G


Gopher

Gopher ist ein Vorläufer des WWW. Gopher war der erste Versuch, den Zugriff auf verschiedenste Daten zu vereinfachen, indem die Daten in hierarchischen Menüs organisiert wurden. Auch Links zwischen Gopher-Servern gab es schon. Das WWW kann aber alles, was Gopher kann, und vieles mehr. Es ist auch flexibler und benutzerfreundlicher. Deshalb sind Gopher-Server eher am Aussterben, bzw. werden durch WWW-Server ersetzt.


GPRS (General Packet Radio Service)

Die GPRS-Technologie, die seit 2000 verfügbar ist, unterstützt drahtlose Übertragungsgeschwindigkeiten, die schnell genug sind, um bei voller Farbdarstellung durch das Internet zu surfen. Dank GPRS können die Nutzer auch ganztags mit dem Internet verbunden bleiben, denn GPRS wird nicht nach verbrauchter Online-Zeit abgerechnet, sondern aufgrund der übertragenen Datenmenge.


GSM

Bei dem GSM handelt es sich um einen Mobilfunk-Standard für Handies (Mobiltelefone). Er wurde von der "Groupe Spécial Mobile" (GSM), einem Normungsgremium der "Conferénce Européenne des Administrations des Postes et des Télécommunications" (CEPT) entwickelt. GSM ist ein europäischer Standard, setzt sich zunehmend aber auch ausserhalb Europas als Norm für digitale, zellulare Mobilfunknetze durch. Nicht nur die Mitgliedsstaaten der CEPT bauen GSM-Netze auf. Schon Ende 1995 gab es 104 GSM-Netze in 85 Staaten, im März 1999 waren es schon 129 Staaten und Gebiete.

H


Hacker

Ein Hacker ist ein guter bis exzellenter Programmierer mit aussergewöhnlichen Kenntnissen der Hard- und Software, welcher seine Fähigkeiten dafür einsetzt, ein System zu schützen, indem er Sicherheitslöcher in Systemen aufdeckt und den „Opfern“ entsprechende Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Der Hacker trägt sich nicht mit Bereicherungsabsichten.

Host

(Gastgeber) 1. In der Client-Server-Architektur bezeichnet man als Host den Rechner, auf dem die Server-Software läuft. 2. In der Datenfernübertragung bezeichnet man denjenigen Rechner als Host, von dem Daten (wie FTP-Dateien, News, WWW-Seiten, etc.) abgerufen werden. Ein Host wird im Internet auch als „Node“ (Knoten) bezeichnet. 3. Als Host bezeichnet man auch den zentralen Computer in einem System. Der Host ist der Rechner, an den die Arbeitsstationen (Workstations) angeschlossen sind.


HTML

Hypertext Markup Language. Dokumentenbeschreibungssprache, die im WWW verwendet und von allen WWW-Browsern verstanden wird. Sie definiert den strukturellen Aufbau eine Webseite. Um die eigentliche Darstellung beim Anwender kümmert sich der Web-Browser. HTML unterstützt Textdaten, Graphiken, Sound, Animation und digitale Videos.


HTTP

Hypertext Transfer Protocol: Das Protokoll, welches die Übertragung von Webseiten im Internet übernimmt.


Hyperlink

Verbindungen (Links), bzw. Referenzen in und auf Hypertext-, bzw. Hyper-Media-Daten. Hyperlinks sind besonders markierte Bereiche, z.B. auf Webseiten, die beim Anklicken mit der Maus einen Sprung zu anderen Dokumenten (oder Teilen davon) bewirken. Im WWW können die Zieladressen solcher Sprünge auch andere Hosts sein.


HW

Hardware

I


ICMP

Internet Control Message Protocol. Der Teil des TCP/IP-Protokolles, der die Fehler- und Versandmeldungen der Pakete steuert. ICMP sorgen für den Austausch dieser Status- und Kontrollmeldungen zwischen Server, Client und Router. ICMP-Meldungen sind z.B. „destination unreachable“, „redirect“ wenn eine bessere Wegverbindung existiert, oder auch „source quench“ wenn ein Paket von einer schnellen Verbindung auf eine langsame trifft.


Identifizierung

Unter dem Begriff Identifizierung wird die Bestimmung der Identität eines Subjektes oder Objektes gegenüber Endgeräten, Programmen oder Systemen anhand von Merkmalen, wie z.B. Ausweis, Magnet- oder Chipkarte und biometrische Verfahren verstanden. Die berechtigten Benutzer werden im System durch die Vergabe einer Benutzerkennung (User-Identifikation oder abgekürzt „User-ID“) definiert.


IEEE

Institute of Electrical & Electronics Engineers


IKS

Internes Kontrollsystem


Integrität

Die Integrität ist dann gewährleistet, wenn nur berechtigte Subjekte (Mensch oder System) ein Objekt (System, Funktion oder Datenbestand) zu berechtigtem Zweck korrekt bearbeiten. Dies setzt voraus, dass die Objekte spezifiziert sind und die Bearbeitung nachvollziehbar ist.


Internet

Internationales TCP/IP-Netzwerk, wird auch WWW genannt.


Intranet

Ein Netzwerk für die Informationsverarbeitung innerhalb einer Firma oder Organisation. Das Intranet umfasst Dienste, wie z.B. die Verteilung von Dokumenten und Software, den Zugriff auf Datenbanken. Dieses Netzwerkkonzept wird als Intranet bezeichnet, weil bei diesem in der Regel Anwendungen eingesetzt werden, die mit dem Internet in Verbindung stehen.


IP

Abkürzung für Internet Protokoll. Wird als Protokoll der Netzwerkschicht im Internet verwendet und stellt die Endsystemverbindung zwischen den Partnerrechnern her. Das Protokoll regelt also das Verfahren, mit dem Daten von den Servern über das Netz an ihr Ziel gelangen.


IP-Adresse

Numerische Server-Adresse, auch Punktadresse genannt. Eine 32-Bit-Zahl, die durch das Internet-Protokoll festgelegt wird und für jeden Computer im Internet einmalig ist. Verwendet wird die sogenannte Dezimal-Punktschreibweise, z.B. 192.168.1.10.


IP-Spoofing

Angriff mit einer gefälschten IP-Adresse auf ein Fremdsystem. IP Spoofing nutzt aus, dass zahlreiche IP-Dienste sich anhand der IP-Adresse dem Fremdsystem gegenüber authentisieren. Dieser Angriff basiert auf einer IP V4-Protokoll-Schwäche, dass die IP-Pakete nicht gesondert authentisiert werden. Im IP V6-Protokoll kann u.a. ein zusätzlciher Authentication-Header das IP Spoofing verhindern.


ISACA

Information Systems Audit and Control Association


ISO

International Organisation for Standardisation: Internationale Organisation aus 89 Mitgliedsländern, die für die Definition von Kommunikationsstandards verantwortlich ist.


ISP

Internet Service Provider. Generell Anbieter des Internetzuganges. Mit Internet-Provider ist die Organisation oder Firma gemeint, die den Benutzern den Anschluss ihres Computers ans Internet ermöglicht. Gegen Gebühren gewähren sie die Verbindung zum Internet über Kabelanschlüsse, Telefonleitungen (Analog, ISDN, ADSL) oder Satellitenverbindungen.


IT

Information Technologies

J


JAVA

JAVA ist eine von der Firma Sun entworfene Programmiersprache, welche durch Kompilierung in einen sogenannten Bytecode überführt wird, der maschinenunabhängig und auf den verschiedensten Zielsystemen lauffähig ist. Da JAVA in die wichtigsten Web-Browser integriert ist, wird die Ausführung von aktiven Inhalten (sog. Applets) ermöglicht, ähnlich ActiveX und JavaScript.


JAVA-Script

In den eigentlichen HTML-Source-Code direkt hineingeschriebene Anweisungen, die den jeweiligen Web-Browser zu deren Ausführung veranlassen, beispielsweise in seiner Leiste einen Text abzuspielen (für aktuelle Veranstaltungen, Angebote, etc.) oder einen funktionellen „Taschenrechner“ innerhalb der Seite zur Verfügung zu stellen. Nicht so aufwendig und leistungsfähig wie JAVA, aber in seinen Funktionen ebenfalls sehr variabel und ausbaubar.

K


Kryptologie

Wissenschaft von den Methoden der Verschlüsselung und Enschlüsselung von Daten mit dem Zweck der Unkenntlichmachung der Informationen für Unberechtigte.

L


LAN/WAN (Local Area Network)

Lokales Netzwerk. In einem solchen Netzwerk sind die Arbeitsstationen, Server und Zusatzgeräte über eine Entfernung von wenigen hundert Metern miteinander verbunden, i. d. R. innerhalb eines Gebäudes oder eines Gebäudekomplexes. Ein WAN (Wide Area Network, Weitverkehrs- oder Fernnetz) hingegen ist ein Netzwerk, in dem Computer und Peripheriegeräte über grosse Entfernungen miteinander verbunden sind. Üblicherweise handelt es sich um einen Zusammenschluss verschiedener lokaler Netzwerke.


Logoff/Logout

Dies ist der Abmeldevorgang des Benutzers. Damit zeigt der Benutzer dem System an, dass er die Nutzung beenden will.


Logon/Login

Das Login ist ein passwortgeschütztes Anmeldeverfahren an einen Rechner oder in ein Netzwerk. Um Verbindung mit dem Internet aufnehmen zu können, muss beim Service Provider ein Login-Prozess durchlaufen werden. Dies gilt nicht nur für die Verbindung zum Service-Provider, sondern wird beinahe bei jedem Rechner oder Server durchgeführt, der von mehr als einer Person benutzt werden kann.

M


Makro

Kombination einzelner Anweisungen, z.B. eine Kombination von Wordbefehlen


MIME

MIME (Multi Purpose Internet Mail Extensions) ist eine verbreitete Methode zur Übermittlung von non-Text Dateien per E-Mail. Ursprünglich wurde MIME für ASCII Texte entworfen. MIME verschlüsselt die Dateien durch die Verwendung einer von zwei Verschlüsselungsmethoden und entschlüsselt sie beim Empfänger wieder, resp. bringt sie in das ursprüngliche Format zurück.


Mirroring

Dies ist ein Prinzip der Datensicherung. Dabei speichert eine Magnetplatte parallel zur Hauptplatte denselben Inhalt noch einmal. Diese Form der Datensicherung hat den Vorteil, dass bei einem Zwischenfall die Daten sofort und vollständig bereitstehen und zudem kein eigentlicher Sicherungslauf gefahren werden muss, da die Daten praktisch zeitgleich mit dem eigentlichen Programmlauf gesichert werden.


Modem (MOdulator/DEModulator)

Gerät, das die digitalen Daten, bzw. Signale, aus dem Computer in analoge für das Telefonnetz umsetzt (moduliert) und umgekehrt.

N


Newsgroup

Die Newsgroups sind in thematische Abschnitte aufgeteilt, diese wiederum in Unterabschnitte und so weiter. Jeder und jede kann eine Meldung auf eine Newsgroup senden, die dann von allen Leuten auf dem Internet gelesen werden kann. Einige Newsgroups sind moderiert, d.h. die Meldungen werden vom sogenannten Moderator der Newsgroup nach gewissen Kriterien sortiert. Mit dem enormen Zuwachs an Internet-Anschlüssen ist auch die Flut von Meldungen gewachsen und leider auch der Anteil an Unsinn, wüsten Beleidigungen, etc.


NNTP

Abkürzung für Network News Transfer Protocol. Protokoll zum Verteilen, Darstellen und Auffinden der Nachrichten von Newsgroups.


Notebooks

Notebooks sind spezielle, kleine, tragbare Personal Computer. Der Unterschied zum Laptop liegt in der Grösse. Notebooks sind leichter und kleiner als Laptops.

O


Online-Dienst

Ein Online-Dienst ist ein Anbieter von Informationen und Kommunikationslösungen, die in einem eigenen Datennetz des Dienstes, oder im Internet, angeboten werden. Diese Datennetze sind über die Telefonleitung mittels eines Computers und eines Modems erreichbar.


ODBC (Open DataBase Connectivity)

Offene Datenbankverbindung. Standardisierte Methode, die den Zugriff auf Datenbanken erlaubt, ohne dabei zu berücksichtigen, aus welchem Programm oder von welchem Betriebssystem aus der Zugriff erfolgt.

P


Paketfilter

Ein Paketfilter entscheidet anhand der im Header von IP-Paketen enthaltenen Adressen, was mit dem Paket zu geschehen hat (verwerfen, weiterleiten, zurückweisen etc.). Ein Paketfilter bietet einen Basisschutz gegen Hacker-Angriffe und verhindert, dass bestimmte Web Sites aufgerufen werden.


Paket Sniffing

Mit einem Analysegerät (Hardware oder Software) den Netzwerkverkehr abhören, analysieren und lesen von übermittelten Daten.


Passwort

Kennwort, das zusätzlich zur Useridentifikation für die Autorisierung des Zugriffs auf Applikationen und Systeme eingegeben werden muss, um nur bereichtigten Personen den Zugriff zu gestatten.


Patch

Ein Patch (englische Bezeichnung für ”Flicken”, manchmal auch ”Bug fix” genannt) ist ein kleines Programm, das z. B. Bugs (Fehler) von im Regelfall grossen Anwendungsprogrammen repariert. Die meisten Patches werden von den Software-Herstellern auf ihren Web Sites kostenlos zum Download angeboten.

 

Ping

Packet Internet Groper = Ping ist der Name eines Computernetzwerk-Werkzeuges, welches in TCP/IP-Netzwerken verwendet wird. Es dient zur Prüfung der Verfügbarkeit von Computern in einem Netzwerk und funktioniert, in dem es ICMP-Pakete den jeweiligen Computern sendet und die Antworten interpretiert.


PGP

Pretty Good Privacy, Verschlüsselungsprogramm von Philip Zimmermann, welches geschlossene Benutzergruppen im Internet zulässt, eine Authentifizierung eines Dokumentes oder Briefes ausführt und für alle Betriebssysteme im Quellcode verfügbar ist.


PDA

Personal Digital Assistant, Digitale Agenden für den mobilen Einsatz auch bekannt unter den Namen Organizer, Palm, PocketPC, etc.


PDF

Portable Document Format. Plattformunabhängiges Dokumentenformat. Bilder, Schriften und zusätzliche Informationen werden dabei in das Dokument eingebettet. Wer PDF-Dateien betrachten möchte, benötigt dazu den „Adobe Acrobar Reader“ (kostenlos erhältlich bei http://www.adobe.com), wer PDF-Dateien erstellen will, verwendet „Distiller“, resp. Adobe Acrobat.


Protokoll

Übertragungsprotokolle (Transfer Protocols) sind wichtige Bestandteile eines Kommunikationsprogramms. Protokolle spielen eine Vermittlerrolle zwischen der Sende- und Empfangsstation und kümmern sich u. a. um die Korrektur von Übertragungsfehlern. In Netzwerken regeln Protokolle, z. B. TCP/IP, den Verbindungsaufbau, die Übertragung und den Verbindungsabbau.


Provider (ISP)

Firma, die einen Zugang zu einem Netz herstellt. Ein Internet Provider vermarktet beispielsweise den Zugang zum Internet.


Proxyserver

Proxy bedeutet soviel wie ”Stellvertreterdienst”. Proxies nehmen Anforderungen von einem Client (z. B. einem WWWBrowser) entgegen und geben sie, gegebenenfalls modifiziert, an das ursprüngliche Ziel (z. B. eine WWW Site) weiter. Proxies können die durchgeschleusten Daten lokal ablegen und beim nächsten Zugriff direkt liefern (siehe auch Cache und Firewall). Ein Proxyserver ist ein Rechner, der von einem Internet Provider betrieben wird und der die Internet-Seiten, die von den WorldWideWeb-Nutzern häufig abgefragt werden, zwischenspeichert. Wenn ein WWW-Surfer eine Webseite anwählt, prüft der Proxyserver, ob die Daten bereits beim Provider vorhanden sind. Ist dies der Fall, bekommt der Surfer nur eine ”Kopie”, die schneller übertragen wird als das ”Original”. Sind die Daten noch nicht vorhanden, verbindet der Proxyserver den Surfer weiter zu der gewünschten Adresse.


Prozessor

Der Prozessor ist das Herzstück des Computers. Er vereinigt das Rechen und Steuerwerk sowie die Steuereinheit auf einem Chip. Das Rechen- und Steuerwerk ist für alle Berechnungen zuständig, die Steuereinheit koordiniert den Datenaustausch zwischen dem Arbeitsspeicher, dem Rechen- und Steuerwerk sowie anderen Komponenten des PCs. Das kalifornische Unternehmen Intel ist der weltweit führende Hersteller von Prozessoren.


Public Key

Öffentlicher Schlüssel. Ein auf eine Person ausgestelltes vertrauliches Verschlüsselungsprogramm (Schlüssel) und ein öffentlich verfügbares Verschlüsselungsprogramm, die eingesetzt werden und zusammen ein unverwechselbares Schlüsselpaar ergeben, um die Sicherheit beim Datenaustausch zu gewährleisten.

R


Remote Access

Zugriff auf ein System, das an einem anderen Ort (Raum, Gebäude oder Stadt) untergebracht und über Kabel oder sonstige Kommunikationsverbindungen erreichbar ist. Nach dem Anmeldevorgang bei einem entfernten Computer über eine Datenübertragungsstrecke, verhält sich der Computer des Benutzers wie ein an das entfernte System angeschlossenes Terminal.


Router

Router sorgen - zusammen mit dem IP-Protokoll - dafür, dass die Datagramme (Datenpakete) ihren Weg zum gewünschten Ziel finden. Router unterstützen auch unterschiedliche Netzwerktypen und -Protokolle, filtern Broadcast-Nachrichten heraus, reduzieren somit die Netzwerkbelastung und puffern bei einem Übergang in ein langsames Netzwerk (ISDN, X.25) die Datenpakete.

S


Server

Computer, der seine Ressourcen (z.B. Daten, Applikationen oder Informationen) zentral zur Verfügung stellt und auch Berechnungen ausführen kann.


SMTP

Simple Mail Transfer Protocol. Einfaches Protokoll zum Transport von elektronischen Nachrichten. Das für den E-Mail-Dienst verwendete Protokoll im Internet.


SNMP

Einfaches Protokoll zur Netzwerkverwaltung. In SNMP überwachen sogenannte Agenten (dies kann Hardware oder Software bezeichnen) die Aktivitäten der verschiedenen Geräte des Netzwerkes und melden diese an die Arbeitsstation mit der entsprechenden Netzwerkkonsole. Die Steuerinformationen für jedes Gerät werden in einer Datenstruktur gespeichert, dem sogenannten Management Information Block.


Social Engineering

Geheimnisse eines Unternehmens durch Aushorchen von Mitarbeitern in Erfahrung bringen (z.B. Passwörter, Ansprechpersonen, Standorte, Konfigurationen, etc.).


Spoofing

Absichtliche Täuschung der rechtmässigen Benutzer, um einen Angriff auf die Systemsicherheit vorzubereiten. Ein Spoofing-Programm erzeugt z.B. eine Nachahmung des UNIX- oder Windows-Login-Bildschirmes, um Benutzer dazu zu verleiten, ihr Kennwort einzugeben, weil sie sich am System anmelden wollen. Das Spoofing-Programm liest das eingegebene Kennwort und schickt es z.B. per Mail an den Urheber des Spoofing-Programmes.


Spyware

Programme zum Ausspionieren von Benutzern an ihren Arbeitsstationen. Spyware kann die gesammelten Informationen (gespeicherte Daten, Tastatureingaben, etc.) auf verschiedene Arten an den Urheber des Spyware-Programmes versenden, ohne dass der Benutzer etwas davon merkt.


SR

Systematische Sammlung des Bundesrechts


SSID

System Set Identifier = Netzwerkname. Diente ursprünglich zur logischen Strukturierung von Funknetzen.


SW

Software


Switch

Unter einem Switch versteht man einen Schalter, einen aktiven Hub, der wie eine Vermittlungsstelle den Netzwerkverkehr zwischen Clients und Server(n) regelt, indem er selbstständig die Zieladressen der IP-Pakete auswertet und diese dann den entsprechenden Adressaten zustellt.

T


TCP

Transmission Control Protocol. Das Protokoll innerhalb von TCP/IP, welches die Trennung von Daten in Pakete steuert, die per IP verschickt werden, sowie die empfangsseitige Zusammensetzung und Überprüfung der vollständigen Mitteilungen aus den über IP empfangenen Paketen lenkt. TCP entspricht der Transportschicht im ISO/OSI-Referenzmodell.


TCP/IP

Transmission Control Protocol/Internet Protocol. Vom amerikanischen Verteidigungsministerium entwickeltes Protokoll für die Kommunikation zwischen Computern. TCP/IP ist in das Betriebssystem UNIX integriert und ein De-facto-Standard für die Datenübertragung über Netzwerke, einschliesslich dem Internet.


Telnet

Telnet ist ein Internet-Dienst, der direkt Teminal-Verbindungen zu einem Computer im Internet ermöglicht. Z.B. können über Telnet viele Kataloge grosser Bibliotheken erreicht werden.


Trojaner

Unter einem Trojaner versteht man einen in böswilliger Absicht geschriebenen Computercode, der meist in Anwendungs-, Dienstprogramme oder Spiele eingefügt wird. Nach dem Start des betreffenden Programmes manipuliert der Trojaner das Computersystem und richtet dort nicht selten erheblichen Schaden an, bis hin zum Löschen der Festplatte. Die Auswirkungen eines Trojaners sind also ähnlich denen eines Virus. Trojaner sind jedoch meist nicht zu selbständiger Vermehrung fähig; deswegen gelten sie im engeren Sinne nicht als Viren.

U


UMTS (Universal Mobile Telecommunications System)

UMTS soll das jetzige GSM-System ablösen und ist ein Kompromiss zwischen dem Vorschlag von Ericsson und Nokia (”W-DCMA”-Gruppe) auf der einen und Siemens, Bosch, Motorola, Alcatel, Nortel, Sony und Italtel (”UMTS-Allianz”) auf der anderen Seite. Das ETSI hat Ende Februar 1998 diesem Vorschlag für den Übertragungsstandard zwischen Endgeräten und Sendestationen zugestimmt. UMTS sieht zwei Kernkomponenten vor: Funknetz und Trägernetz. Das Funknetz besteht aus den Mobilgeräten und der Basisstation, zwischen denen per Funkübertragung kommuniziert wird. Das Trägernetz verbindet wiederum die Basisstationen untereinander und schafft auch Verbindungen zum ISDN-Netz und Internet. Über eine deutlich grössere Bandbreite von 5 MHz als bei GSM (200 kHz) und das CDMA-Übertragungsverfahren (Code Division Multiple Access) sollen sich beliebige Inhalte (Multimedia-Anwendungen, der Download aus dem Internet und Videokonferenzen) mit der hohen Übertragungsrate von 2 MBit/s übertragen lassen.


Unix (Uniplexed Information and Computing System)

Unix wurde 1969 von AT & T in den Bell Laboratories als Betriebssystem für Grossrechner der Firmen Digital Equipment und General Electric entwickelt. Heute existiert es in zahlreichen Formen und Implementierungen und kann praktisch für Computer aller Grössenklassen eingesetzt werden. Als sog. Multitasking-Betriebssystem ermöglicht Unix dem Computer, mehrere Programme parallel zu bearbeiten. Darüber hinaus ist Unix besonders leistungsfähig und weist gegenüber anderen Betriebssystemen den Vorteil auf, dass es weniger von einer konkreten Maschine abhängig und damit sehr portabel ist. Unix-Versionen werden des weiteren von den verschiedensten Firmen angeboten. Der User ist somit von keinem konkreten Hersteller abhängig. Im Mai 1998 hat die ”Open Group” die Spezifikationen für den Unix-98-Standard veröffentlicht. Ziel dieser Spezifikation ist es, die verschiedenen Unix-Umgebungen zu harmonisieren. Unix 98 definiert beispielsweise Schnittstellen für den Zugriff auf grosse Dateisysteme, die Kompatibilität mit 64-Bit-Rechnern oder die Unterstützung für das Jahr 2000. Ausserdem muss ein Unix-98-Server unter anderem die aktuellen Internet-Protokolle sowie Java, DNS und SNMP unterstützen. AIX von IBM und Solaris von Sun sind bereits Unix-98-kompatibel.


Upgrade

Ausbau eines Computersystems. Zunächst wurde der Begriff ”Upgrade” nur für den hardwareseitigen Ausbau verwendet; inzwischen ist er (fast) gleichbedeutend mit Update. Manche Softwarehersteller unterscheiden zwischen einem kostenfreien Update und einem kostenpflichtigen Upgrade.

 

Upload

Englische Bezeichnung für Hinaufladen. Damit ist das Senden von Daten zu einem Host oder einer Mailbox gemeint (Gegenteil von Download).


URL (Uniform Resource Locator)

Eindeutige Quelladresse, beispielsweise http://www.sihb.ch. Eine URL entspricht der Adresse eines Internet-Angebots oder Dokuments und enthält Angaben über: die Bezeichnung des angesprochenen Internet-Dienstes bzw. des entsprechenden Übertragungsprotokolls (z. B. http://, ftp://, news://); die Server-Adresse inkl. der Domain (z. B. com, org, edu) bzw. Landeskennung (z. B. ch, de, uk); zusätzlich optional einen Port (z. B. ”:8080”), den Verzeichnispfad auf dem Server und den Namen des Dokuments beziehungsweise der Datei.


USB (Universal Serial Bus)

An einer USB-Schnittstelle lassen sich nicht nur alle Peripheriegeräte wie Tastatur, Maus, Joystick und Scanner anschliessen, sondern auch Hubs. Die Hauptvorteile von USB in der Theorie sind: Stecker und Buchse sind für alle USB-Geräte gleich. USB bietet eine einheitliche Schnittstelle zum Anschluss verschiedener Peripheriegeräte an. Plug & Play: Windows 98, 2000 und XP erkennen die Geräte sofort nach dem Einstecken, installieren automatisch die passenden Treiber und machen die Hardware betriebsfertig. Hot-Plug-Fähigkeit: Wenn ein USB-Gerät an- oder abgestöpselt werden soll, muss der Rechner vorher nicht mehr heruntergefahren werden. An einer USB-Schnittstelle finden bis zu 127 Geräte Anschluss. Die maximale Datenrate beträgt 1,5 oder 12 MBit/s (USB 1.1/2.0) - je nachdem, welche der beiden Geschwindigkeiten das angeschlossene Gerät erfordert.


USV

Unterbrechungsfreie Stromversorgung, oder UPS (uninterruptable power supply).

V


Verbindlichkeit

Die Verbindlichkeit ermöglicht beispielsweise das Abschliessen von Verträgen über das Internet. Eine Nachricht ist verbindlich, wenn ihr Versand nicht bestritten werden kann.


Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit ist dann gewährleistet, wenn die berechtigten Subjekte (Mensch oder System) dauernd innerhalb der gemeinsam als notwendig definierten Frist auf die zur Durchführung ihrer Aufgaben benötigten Objekte (System, Funktion oder Datenbestände) zugreifen können. Dies setzt voraus, dass zur fristgerechten Wiederherstellung, bzw. zur Sicherung von Störungen, die notwendigen Massnahmen erarbeitet, durchgesetzt und eingeübt sind.


Vertraulichkeit

Schutz vor Zugriff durch Unbefugte. Die Vertraulichkeit ist dann gewährleistet, wenn als schutzwürdig definierte Objekte (System, Funktion oder Datenbestände) nur berechtigten Subjekten (Mensch, System oder Funktion) offenbart werden.


Virus

Ein Computervirus ist eine nicht eigenständig lauffähige Befehlssequenz, deren Ausführung bewirkt, dass eine Kopie, oder eine weiterentwickelte Version ihrer selbst in einem Speicherbereich (anderes Programm auf Festplatte oder Diskette, Hauptspeicher, Betriebssystem-Programm), der diese Befehlssequenz nicht enthält, reproduziert wird. Häufig sind die Viren mit einer Schadensfunktion verbunden.


VPN (Virtual Private Network)

Virtuelle private Netzwerke haben sich im Zusammenhang des Internet-Booms einen festen Platz in der Infrastruktur von Unternehmens-Netzwerken erarbeitet: Eine firmeninterne Datenübertragung wird dabei über ein öffentliches Netzwerk abgewickelt; die Datenpakete werden dabei verschlüsselt übertragen. Die Schlüsselpaare sind nur dem Absender und dem Empfänger bekannt. Die verschlüsselten Datenpakete werden in der Regel in TCP/IP-Pakete verpackt. Dieser Vorgang wird als ”TCP/IP-Tunneling” bezeichnet und ermöglicht auch die Übertragung von NetBIOS- oder IPX-Datenpaketen via Internet.

W


Web-Bug

In E-Mails und Office-Dokumenten versteckt eingebettete Links ins Internet (z.B. auf 1Pixel verkleinerte Graphiken). Damit kann beispielsweise festgestellt werden wer (Auslesen der IP-Adresse) auf diese E-Mails oder Office-Dokumente zugegriffen hat und wann dies geschehen ist.


Webserver

Ein Rechner im Internet, von dem HTML-Dokumente abgerufen werden können.


Webwasher

So nennt sich eine Erfindung aus dem Hause Siemens. Mit Hilfe des Programms lässt sich die Übertragung bestimmter Bildformate und Java-Dateien unterbinden - unerwünschte Werbung wird so nicht mehr übertragen. Zwar versetzt ”Webwasher” den einen oder anderen, der sein Programm durch Werbung finanziert, in Angst und Schrecken. Die Experten des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft bleiben aber gelassen: ”Wer die Werbung nicht haben will, ist für die Werbetreibenden sowieso uninteressant”, wird ein Sprecher des Verbandes zitiert.


WEP

Wired Equivalent Privacy. Verschlüsselungsverfahren bei Funknetzen.


WHOIS

Internet-Dienst zum Auffinden von Personen im Internet. Eine Art unvollständiges Telefonbuch. Mit "whois This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it " kann man leicht herausfinden, wer der Besitzer oder Ansprechpartner dieser Domain ist, etc.. Dieser Dienst ist auch unter "http://www.nic.ch" zu finden. Dort kann man auch erfahren, welche Namen im Internet schon vergeben sind.


WLAN

Wireless Local Area Network = Kabelloses, funkbasierendes lokales Netzwerk. Funknetz.


WWW (World Wide Web)

Das WWW wurde 1993 am europäischen Forschungszentrum für Kernphysik (CERN) in Lausanne, Schweiz, als Hypermedia-System für das Internet entwickelt. An der Entwicklung war ausserdem das NCSA (National Center for Supercomputing Applications, University of Illinois, USA) beteiligt. Inzwischen erfolgt die Weiterentwicklung durch das WWW Consortium (W3C). Das WWW erlaubt den Zugriff auf Dokumente, die auf über die ganze Erde verteilten Servern abgelegt sind. Bei den Dokumenten handelt es sich nicht nur um reine Texte oder Hypertext-Dokumente: Es können jegliche in digitaler Form gespeicherte Daten sein, z. B. auch kurze Videoclips oder Dateien mit gesprochener Sprache. Derzeit besteht die Mehrzahl der über das WWW verbreiteten Dokumente noch aus Texten, Grafiken und einfachen Animationen, die zumeist als animierte GIFs realisiert sind. Zum Blättern in den Dokumenten wird ein Webbrowser (z. B. Netscape Navigator, Microsoft Internet Explorer) benötigt. Diese spezielle Software übernimmt die Aufgabe, die vom Benutzer gesuchten Dokumente aufzufinden. Ferner bestimmt der Browser (”browse”= englisch für sich umsehen, abgrasen), in welchem Layout die Dokumente angezeigt werden (über HTML wird nur die logische Struktur festgelegt). Bei der Recherche im WWW ergibt sich folgende Problematik: Die Verteilung der Dokumente unterliegt keiner zentralen Verwaltung, daher gibt es auch kein übergreifendes Inhaltsverzeichnis. Allerdings werden eine Vielzahl an sog. Suchmaschinen angeboten, die das WWW durchsuchen und die Ergebnisse in Form einer Suchdatenbank zur Verfügung stellen. Mittlerweile ist das WWW nicht nur der bekannteste Dienst im Internet, sondern auch der anwenderfreundlichste. Irrtümlicherweise wird das Web in den Medien häufig mit dem Internet selbst verwechselt. Beim WWW handelt es sich jedoch ausschliesslich um jenes Hypertext-System, welches multimedial aufbereitete Informationen enthält. Das World Wide Web ist eine Sammlung von aufeinander verweisenden Dokumenten, die auf den Servern im Internet abgelegt sind. Von geeigneten Anwendungen interpretiert, erscheinen sie als Seiten mit Text, Bild und aktiven Verweisen zu anderen Dokumenten.


Wurm

Im Gegensatz zu Computerviren ist das Phänomen des Wurmes nur bei vernetzten Rechnern vorhanden. Hier handelt es sich um selbstreproduzierende Programme, die selbständig ablaufen können, ohne auf einen Wirt angewiesen zu sein. Würmer nutzen in den meisten Fällen die Kommunikationstools des Betriebssystems.


WWW-Browser

Die Programme, die Ihnen den Zugang zum WWW ermöglichen, werden WWW-Browser genannt. Das englische Verb „to browse“ heisst „durchblättern“ oder „schmökern“ (und auch „grasen“, „weiden“). Mit dem WWW-Browser können Sie also durch die Seiten des WWW blättern oder, wie Sie wollen, die „Datenweide abgrasen“.